vendredi 8 janvier 2016

brume

les vautours de cendre
les limaces de soufre
les gosiers de rocaille
les ramures de ronces
le cep des vignes calcinées
la robe noire du dragon, charbon tisserand
les fourrures éparses de nos cents dix soldats

par un court écran de lumière qui décale des branchades à contre-jour 
de mon abri précieux
je cadre mon attention, lance mon regard sur les vapeurs rosées qui 
chamardent en volutes autour de la planète, 
je m’accroche à la stature de vol immanent de l’un d’entre eux
et les repique sur l’instant de leur réalité éclatante et obscène
drapeaux, paysages, infinis, nirvanas de volutes
l’inde et l’amérique, le fond du tiroir et les profondeurs de l’océan
sont les mêmes visions que cet espace que vous m’offrez

Bientôt je suis comme si j’étais dans une salle de musée large d’environ dix mille mètres carrés, et que je regardais passer l’oeuvre titanesque
ou que j’étais au bord d’un canyon monstrueux, et qu’une abstraction fantomatique me faisais signe de l’autre côté, indéfinissablement lointaine et étrange
et alors seulement me prend le Grand Vertige

mercredi 6 janvier 2016

sous les sapins

ne t’ammourache pas des chimères
laisse filer en soi le plus délicat
qui hors des mues furibondes
hordes fauves et sauvage trouble les curieuses clairières,

boréales, terriers, aigres mousses et herbes sèches
à l’extérieur des chardons ardents s’égare la perdrix folle,
la race nuptiale des rameaux de melchior

quand sous la nappe huppée des sapins, à l’embarras des gifles d’écorce,
entre les lits d’épines sabineuses et le dos gras des racines qui t’accueillent
quand tu t’amenuiseras à l’intérieur de ce fendoir
lâche alors les méduses qui t’encombrent le dos et les épaules,
les nudités qui t’accablent, les musaraignes et les émeraudes,
qui te tomberont d’éclats comme une pluie de caillots noir volcaniques,
comme une plaie exhortée, en déchiffrant sur ta peau nue des griffes de rosée
marques mortes de ta maladie, lessivée de feu.

mardi 28 juillet 2015

Grüss Gott

Ich genieße das ruhige Dorfleben wie man das ruhige Dorfleben nur genießen kann in seiner dörflichen ruhigkeit. 
Sie putzen, waschen das Dorf heraus mit Wasser. 
Es glänzt
Blümchenfarbigkeit in prächtiger Wärme. Die Menschen sind in ihrem Gefüge mit wunderbarer Kulisse 
Ferienzeit 
Ein Ort wo man sich noch grüßt 
Kunst in Krisengebieten 
Humanitäre Hilfe für die Seele 
In der hinterfragung des Wohlstands 
Zurückgeben was wir genommen und bekommen haben
Ein Stück Zeit 
Ein Krümel Interesse 
Wo der Tropfen auf den heißen Stein kommt ist egal 
In Zuversicht auf Gewitter 
Netzen wir den Stein. Vernetzen uns als Menschen 
Und irgendwann gehen wir zusammen vorwärts
In eine große Zukunft 
Der Kapitalismus als Legende 
Anekdoten aus der alten Zeit wo wir noch links rechts politisierten. Vorgefertigte Meinungen hatten, 
Dachten wir könnten alleine die Welt retten. 
Als wir dann erkannten das Wettbewerb uns in größeren Zusammenhängen bremst 
Das es nur ein system gibt. 
Das der Menschen und ihrer Weiterentwicklung, Technik als gehstütze das wir mehr Zeit haben uns um die wichtigen Dinge zu kümmern wie Fernseher entsorgen, vorwärts zu denken und handeln, 
Zeitverschwendung. Was habe ich heute nützliches getan? 
Durchs Dorf geschlendert und Kaffee geholt. Gegrüßt und gegrüßt worden. 
Nach vorne geschaut, gedacht. Genossen in der Sonne auf dem nassen Asphalt zurück zur Baustelle 
Zu gehen und weiterhin zu arbeiten 
Kapital für die Zukunft mit schönem Nebeneffekt von Freude anzuschaffen. 
Noch ist es nicht so weit das sich die Menschen der Masse diese Fragen stellen. 
Zu fest abgelenkt, wir Bremsen uns und die um uns herum. Bremsen tun wir alle, darum müssen wir umso mehr beschleunigen 
An den richtigen Stellen 
Das wir wiederum an den angebrachten dann bremsen können.
Wie schön das wär wenn man sich wieder Grüßen würde, überall auf der Welt. 

schielerei

Morgens halb sieben auf der Toilette 
Kuckte ich kurz in den Spiegel
Und sah mich mit jeweils nur einem Auge scharf
Ich schielte
Der Körper noch nicht ganz auf das wachleben kalibriert mit einem Auge 
Die geschwungene Welle meines goldenen Schopfs betrachtend
Auf intergalaktischer Zeitreise war ich unterwegs durch die mangel gezogen 
Abstrakte Frühstückszubereitung Resultat wie gewohnt nur kleiner
Und mehr Schinken und Butter und Bauzner Senf auf dem Pausenbrot 
Die Gespräche wollen nicht recht anlaufen
Ich spüre komische Energien die wohl aus Zuneigung gemeint sind aber von Mensch mit gefärbten Haaren nicht ganz ernst nehmen kann
Diese fremde Dimension in der ich letzthin häufig aufwache scheint eine ebenso fremde dieser Kreaturen zu sein
Wie immer ist es warm als ob es niemals  kalt werden würden könnte
Die Frage wie funktionieren funktioniert bleibt gegenstandslos im Raum und Zeitgefühl stehen
Es gibt Schränke aus Gips zu montieren und das

Das funktioniert irgendwie auch 

REUTERS, oder MENSCHVERSTANDSCHUTZ

Sie erzählten warum Reuters Reuters heißt 
Ich schlurfe gipsstaubig und mit Polyurethan Leim im schnauz und am Nasenloch auf der Baustelle herum
Spritze meinem Arbeitskollegen Wasser an und flüchte vor Fürzen 
Furzend und rülpsend fluche ich durch den heißschwülen Nachmittag im Dachstock umher 
Popel aus Gips herausgrübelnd 
Wie auf Watte 
Irgendwas, irgendwer macht meine Arbeit die Hand hebt sich der Akkuschrauber dreht sich und die schrauben rein gar nichts also vorbohren mit Schlag in die verfickten Schrankwände die aussehen wie span jedoch brandfester Scheiss sind
Immerwiedermal Hinsetzen 
Verschissenen Leim abkratzen fluchen, dann suchen
René hasst du das verfickte Teil gesehen? Nee du kleiner fickfrosch
Du fickfröschchen hab ich nicht
Kuck da liegts doch
Kuck doch ma 
Mach ma die Ogen Off 
Jaaaaa is ja guuut verdammt 
Effizient wie immer
Wer sich so einen scheissdreck wie Brandschutz ausdenkt sollte das selber bauen
Gesunder Menschenverstandschutz 
Die dummen Elektriker sind heute zum Glück irgendwo unten am Arbeiten und Nerven nicht
Ich sehe nur einen, Draußen im grellen rumstaksen mit der t-Shirt Aufschrift 
KLÖTE ON TOUR
was auch immer
Bei diesen idioten wundert mich gar nichts, nichts gegen Elektriker also
Schlafwandelnd durch diesen ruhigen Arbeitstag mit ein bisschen Mixer flicken durch den Mittag und am tel meine Frau die sagt ich höre nicht zu wenn ich da bore, und ich höre zu und bore und sie kuckt am Computer und ich liebe sie und sie sagt und ist so süß mache dann auch kurz Pause von der Pause eine rauchen und ich höre ihr zu und sie liebt mich auch
So
Weiter auf Watte der Höhe Wolke sieben und Astronauten ausdauertrainingsartige Nachwirkungs  Erscheinungen die nur dazu führen das die Sätze länger und die Schritte schleppender werden
Ach verdammt nochmal hör auf zu schreien Mann ich versteh dich ja
Nimm ma die schieß gummiohren vom kopp du Schwein hast schon wieder gefurzt? Verdammte Axt 
Ich muss soviel furzen weil ich deine fürze immer einatme du sau
Und wir arbeiten Effizienz wie immer
Man sagt wir wären das beste team auf dem Bau 
Es wäre schade mich an die Literatur zu verlieren
Was ist das überhaupt ich mein Literatur
Komm schon arbeiten macht Spaß und du bist so gut dabei
Ich sage weder ja noch nein 
Aber in Anbetracht meiner Faulheit geht nur eins
Und wenn ich da schon die Wahl habe wie ich kürzlich merkte
Stärkt das die Entscheidungskraft ungemein 
Wie Leim den schnauz
Oder warum Reuters Reuters heißt

Weil der Reuters hieß 

oben am berg

Donnerwolken schießen Blitze 
Die Hitze wird vom Himmel weggeduscht 
Grau verschleiert und dunkler als die Tage 
Hochsommerlich bekleidet immernoch
Warm
Energiearm war gestern
Heute fahren wir wieder hoch
Die Porzellanpuppenschwestern
Stehen wohlgeformt mit Kaffee und Schürze 
Weltpolitische Dringlichkeiten ziehen vorbei wie die grauen Wolken am Himmel 
Südsudan 160 vergewaltigte verbrannte Tote bei lebendigem Leibe 
Ich schalte in den dritten Gang
Denke an den Kongo 
6 Millionen Tote
Ich denke an den anderen der 6 Millionen Juden auf dem Gewissen hat
Biege rechts ab
Gewissenhaft blinkend die Straße hoch
Zur Baustelle im Altenheim 
Wo die dementen und Kranken alten Menschen verräumt werden
Sie schicken sich einen Ball zu

Rollend auf dem Tisch 

dimanche 26 juillet 2015

fenêtre de bus de camargue

Un dernier regard pour l'herbe grasse de camargue qui dans la langueur s'exile
Coupé au foin par l'orange rosé d'un sunset aux épices fines
needles and pins green palace des saules soufflés

la froideur aigre blanche et sale de la clim du bus pique ma gorge, sèche amertume
Tout ça ne veut pas se décider.

La camargue est pleine d'antennes grises d'autoroutes sables de sale souillé pas par la vie mais par de fonctionnaires tristes distraits et pathétiques qui laissent les crottes de leurs chients sur les aires d'autoroutes, pour qu'elles passent dans le champ lexical du vrai, du laid crié qui fait mal comme les blessures non prises en charges des clodos qu'on a pas envie d'aider dans les villes moches de france, mais tout ça disparaît si on allume la télé ou qu'on fait abstraction de ça avec des conneries esthétiques comme
les herbes grasses et le soleil coupéorangesanguine sur crotte d'antenne d'autoroute sèche.